Das Vater Unser . Anno 1521 - Martin Luthers Auslegung

Vorwort  2005

 

Wichtige Judaismen Martin Luthers scheinen bisher in Vergessenheit geraten zu sein, so stellen z.B. die WA Ausgabe der Lutherwerke aus der Römerbriefscholie (1515/1516) und der Lehrschrift `Von den Concilien und Kirchen' (1539) sowie weiterer von mir benutzter Quellenschriften - durchgängig bis zu seinem Tode gleichbleibend, den Nachweis von Antijudaismen in Luthers Lehrschriften - dar, welche in der Lutherforschung für deren Nachweis seiner pro-jüdischen Schriftauslegung nicht mit herangezogen, sodass ein bisher unvollständiges Lutherbild diesem Band - sowie der `komplexen Antisemitismusforschung über Luthers Lehrschriften – zugrunde liegt.  Die von Luther allein autorisierten reformatorischen Bekenntnisschriften sind durch die Herausgabe der Theologischen Fakultät Wittenbergs, Wittenberg. Band I - Luther Deutsch, und Band I - Luther Latein, als Lehraussagen Luthers legitimiert. Die grundlegenden Christologischen Lehraussagen Luthers könnten zu einem wichtigen Instrumentarium der christlichen Lehre und zu einem besseren Verständnis des Judentums und des Urchristentums untereinander werden, wenn man bedenkt, dass Luthers  und somit die gleiche Bedeutung haben. 

 

I.        Grund des Glaubens der Gott Israels ist –

II.       und die Sacramente des Wortes Gottes auch

III.               im Alten Bund - nach seiner Lehraussage "Der erste Grund des Glaubens" bedeutet

 

Luther und das Judentum

 

- diese Formulierung habe ich bewusst der von mir zur Veröffentlichung bestimmten Schrift gewählt, um die im Wesentlichen von mir klarstellenden sowie abweichenden und in der heutigen Exegese der Lehre des lutherisch-christlichen Christentums, bisher nicht benutzten historischen Original Luthertexte im Kontext zu belegen.

" D a s  V a t e r  U n s e r "    "Vorrede:

 

Das soll man also verstehen; nicht dass alle anderen Gebete böse sind, die diese Worte nicht haben, denn vor Christus Geburt viel Heiligen gebetet haben, die diese Worte nicht gehört haben; sondern dass alle anderen Gebete verdächtig sein sollen, die nicht dieses Gebetes Inhalt und Meinung haben oder begreifen. Denn die Psalmen auch Gebete sind, aber nicht so klar dieses Gebets Eigenschaft ausdrücken, wiewohl ganz in sich beschließen."

 

 Seite 74 r. "Die andere Bitte - Zu komme dein Reich –

 Zweierlei Irrtum "Wider die spricht Christus, da er gefragt ward, wann das Reich Gottes käme:

Das Reich Gottes kommt nicht mit einer äußerlichen Gebärde oder Schein. Nehmet wahr, das Reich Gottes ist in  auch  inwendig." , als er auch Math. 24 sagt:   "Man wird nicht sagen: Siehe da, oder siehe da ist es.  Und so man euch wird sagen: Siehe da oder dort ist es, so sollt ihrs nicht glauben, denn es sind falsche Propheten."  Als spreche er:  Wollt ihr Reich Gottes wissen, so dürft ihrs nicht weit suchen, noch über Land laufen. Es ist nahe bei dir, so du willst, ja, es ist nicht allein bei dir, sondern in dir."   Denn Zucht, Demut, Wahrheit, Keuschheit und alle Tugend (das ist das wahre Reich Gottes) mag niemand überm Meer holen, sondern es mus sim Herzen aufgehen." Dieselben wissen nicht, dass Gottes Reich sei nichts anders denn fromm, züchtig, rein, mild, sanft, gütig und aller Tugend und Gnaden voll sein. Also, dass Gott das Sein in uns habe und er allein in uns sei und regiere."

 

Die dritte Bitte " Dein Wille geschehe als im Himmel und auf Erden „  Gottes Wort übt Gericht und Gerechtigkeit: 

Diese Bitte wirkt auch die zwei Dinge, die in vergangener Bitte gesagt sind. Nämlich: Sie erniedert und erhebt, macht Sünder und fromm, denn die zwei Stücke Judicium und Justiciam, Gericht und Gerechtigkeit wirkt das Wort Gottes allezeit, als geschrieben steht   "Beati,qui faciunt justiciam & Judicium in omnitempare" "Selig sind, die da üben das Gericht und Gerechtigkeit   allzeit" Gericht: Das Gericht ist nichts anders, denn das ein Mensch sich selbst erkenne, richte und verdamme, und das ist  wahre Demütigkeit, und seines selbst Erniederung. Gerechtigkeit: Die Gerechtigkeit ist nicht anders, denn wenn ein Mensch sich selbst also erkennet, Gnade und Hilfe von Gott bittet und suchet, durch welche er von Gott erhaben wird."

 

Seite 75 r. "Wer für Gott gerecht sei.

Denn der ist gerecht für Gott, der seinen Ungehorsam und Sünde, auch verdiente Urteile demütiglich bekennt und darüber herzliche Gnade bittet und nicht daran zweifelt, sie werde ihm gegeben. Also lehret der Apostel: dass ein gerechter Mensch nirgend von andern, denn von seinem Glauben und Vertrauen in Gott bestehen möge, und also nicht seine Werke, sondern die bloße Barmherzigkeit Gottes sein Trost und Zuversicht ist."

 

 Seite 76  "Gottes Willen geschehen: Ohne Zweifel, Gottes Willen geschehen ist nichts anderes, denn seine Gebote halten.

Denn durch seine Gebote hat er seinen Willen uns eröffnet. Hier muss man nun wissen, was Gottes Gebote sind und sie verstehen:   Alt Adam, was er sei:  Aufs Kürzeste ist es nichts anders, "als den Alten Adam in uns töten", wie der heilige Apostel Paulus uns an vielen Orten lehret. Der Alte Adam ist nichts anders, denn wenn wir in uns finden böse Neigung zu Zorn, Haß, Unkeuschheit; Geiz Ehre, Hoffart und dergleichen. Denn solche böse Tücke und Stücke sind uns von Adam aufgeerbet und angeborn von Mutterleibe, aus welchem folgen allerlei böse Werke, Töten, Ehebrechen, Rauben und dergleichen Gottesgebotsübertretungen, durch welchen Ungehorsam Gottes Willen nicht geschieht."

 

 Seite 78  Die vierte Bitte  Unser täglich Brot gib uns heute

 Eigener Wille uns von Adam angeborn "Wenn uns Gott in den ersten drei Bitten uns erhört und seinen Namen in uns heiliget, so setzt er uns in sein Reich und gießt seine Gnade in uns, die uns fromm zu machen anhebt. Dieselbe Gnade hebt bald an, Gottes Willen zu tun. Alsdann findet sie einen widerspenstigen Adam, wie St.Paulus  Rom.7  klagt: dass er nicht tue, dass er gerne wollte. Denn der eigene Wille, von Adam angeboren, mit allen Gliedern wider die gute Neigung strebt. - So schreiet denn zu Gott die Gnade im Herzen wider denselben Adam, und spricht: "Dein Wille geschehe", denn der Mensch findet sich mit ihm selbst schwerlich beladen.  Wenn denn Gott das Geschrei hört, so will er seiner lieben Gnaden zu Hilfe kommen und das angefangene sein Reich mehren, und legt sich mit Ernst und Gewalt an den Hauptschalk, den Alten Adam:   " Fügt ihm alles Unglück zu, bricht ihm all sein Vornehmen,  blendet und schändet ihn ringsum. Das geschieht, wenn er  uns allerlei Leiden und  Widerwärtigkeit zusendet. Und dazu  müssen dienen böse Zungen, böse untreue Menschen. Und wo die Menschen nicht genugsam sind, auch die Teufel,  auf dass ja unser Wille erwürget werde mit all seinen bösen Neigungen. Und der Wille Gottes also geschehe. dass die Gnade das Reich besitzt und nur Gottes Liebe und Ehre dableibe. Wie geschieht aber das ? Es hat uns Gott auf Erden gelassen viel Unglücks und dabei keinen andern Trost, denn sein Heiliges Wort, wie Christus uns denn versprochen hat, "In der Welt werdet ihr haben Gedränge, In mir aber den Frieden."  "Gottes Wille geschieht, wenn dein Wille nicht geschieht. Das ist, je mehr du Widerwärtigkeit hast, je mehr Gottes Wille geschieht; sonderlich im Sterben. Es ist schon beschlossen, und wird niemand ändern, dass in der Welt Unfriede, in Christo unser Friede ist.

 

Seite 79 "Gottes Wort allein tröstet stärkt uns in allerlei" 

Darum, allein das Wort Gottes oder unser täglich Brod uns  stärken muß, als er sagt Isai 50:   `Gott hat mir gegeben eine weise Zunge, dass ich kann  stärken alle, die da müde sind.' Und Math.11: `Kommt zu mir alle, die ihr beängstigt seid  und  beschweret, Ich will euch erquicken.' Und David Psalm 118: `Herr stärke mich mit deinem Wort,' und Psalm 130:   `Meine Seele hat gehalten auf sein Wort.'  Wann und durch Welchen kommt uns das Wort ? Das kommt auf zweierlei Weise: Zum ersten: Durch einen Menschen, wenn Gott durch einen Prediger in der Kirchen oder sonst durch Selbander, ein tröstliches Wort hören läßt, das ihn stärket. Das erfüllet im Herzen: "Ermahne dich und sei keck", denn solchen Schall macht gewißlich das Wort Gottes im Herzen, wenn es recht kommt.

 

Zum andern (zweiten): Durch sich selbst. Als wenn Gott einen Leidenden Menschen sein Wort eingießt,

damit er stark wird,

alles zu tragen. Denn Gottes Wort ist allmächtig.  Welches ist aber nun das Wort, so doch viel Wort Gottes sind ? "Aber weil das Wort Gottes nicht in Menschen Gewalt ist, noch zu reden, noch zu treffen furchtbarlich, sondern allein in Gottes Hand, darum ist es Not, dass wir darum bitten, dass er uns selbst gebe das heilige Wort, durch sich oder einen Menschen.

 

Seite 80 Überwesentliches Brod

Zum ersten heißt es ein überwesentliches Brod darum, dass das Wort Gottes den Menschen, nicht nach dem Leibe und natürlichen in seinem sterblichen Stande speiset, sondern es speist ihn zu einem unsterblichen, überwesentlichen, und weit über dies Wesen, in ein ewiges Wesen; wie Christus sagt:  "Wer dies Brod ißt, wird ewig leben". Darum ist es soviel gesagt: "Vater, gib uns das überwesentliche, unsterbliche, ewige Brod."  Zum andern heißt es ein auserwähltes zartes, niedliches Brod, als das voller Lust und lieblichen Geschmackes ist. Wie denn von dem Himmelsbrot geschrieben steht, Sapien 16: "dass es schmecke einem Jeglichen, wie er wollte." Also ist unser himmlisches Brod gar viel edler und zarter, niedlicher und aller Tugend und Gnaden voller gegen dem natürlichen Brod.

 

 Zum dritten:  Auf Hebräisch das Morgenbrot

Nun hat die hebräische Sprache die Art: Das eben, das wir Deutschen heißen täglich, das heißen sie morgendlich. Eben den Sinn drückt aus die hebräische Zung durch das Wörtlein cras oder Crassimum – Morgen / wie Jakob sagt zu Laban,  Gen 30:" Cras respondebit mihi justitia mea." Das ist: " Heut oder morgen, oder wenn es kommt, wird   meine Gerechtigkeit für mich antworten und genugtun." Die höchste Strafe der Welt  Wie Gott die höchste Strafe der Welt erzeigt "Zum andern sollst du wissen, dass Gott die Welt noch nie  schwerlicher gestraft hat, denn mit blinden ungelehrten Regenten, durch welche das Wort Gottes und unser Brod muss nachbleiben und wir verderben."  "Wiederum ist Gott der Welt nie gnädiger gewesen, denn wenn er gelehrte und sehende Praelaten gegeben hat, durch welche sein Wort in großen Vorrat und täglichen Gebrauch gebracht ist, denn die Christenheit und eine jegliche Christenseele ist geboren in und durch das Wort Gottes. Darum muss sie auch durch dasselbe ernähret, erhalten und beschützt werden, oder muss verderben viel kläglicher, denn der Leib verdirbt, so er seines Brots nicht braucht."

 

Peter v.d.Osten-Sacken und das Bild des Judentums in Lehraussagen

 

Durch meine wiederholt ungewollte Konfrontation mit Lehraussagen D. Martin Luther´s und dem Judentum habe ich durch meine eigenen Recherchen Kenntnis vom Umgang mit Luthertexten erhalten, habe ich bereits bei meinem ersten Luther-Vortrag in Aachen 1992 gezielt vorgetragen Hierbei geht es nicht darum, was L u t h e r n i c h t geschrieben haben kann, sondern was er geschrieben hat und in heutigen Lutherwerken rezensiert veröffentlicht wird. Hierzu gehört nun eben mal auch seine `Lutherbibel' und seine Auslegung des Alten und des Neuen Testaments. Hierzu gehören auch Lehraussagen Luther´s, die von Judaismen getragen werden, vor allem sein

" V a t e r U n s e r , 1518 "

Auslegung für die Laien, nicht für die Gelehrten.

Jenaer Ausgabe 1588 Band I, Luther Deutsch

 

In den Veröffentlichungen aus dem Institut Kirche und Judentum – 2002 wird von einer `I s r a e l f e r n e  L u t h e r s' ausgegangen, wobei Prof. Peter v.d.Osten-Sacken Martin Luther - über mehrere hundert Seiten - durch " N i c h t z i t i e r u n g historischer Luthertexte " des Antijudaismus beschuldigt.

 

Das Vater Unser Martin Luther´s ./. Katechismus und Siddur  - Eine beabsichtigte Zensierung des Luthertextes ?

 

Durch Negierung von Martin Luther´s Auslegung des Vater Unser für Laien 1518 und alleinigem Bezug auf die Katechismen wurde z.B. im Zusammenhang - Seite 179 ff. im Kontext zu antijüdischen Auslegungen, der Eindruck erweckt, dass der lutherische Protestantismus, wie er verkürzt vorgestellt wird – was Christsein heißt: „ zumindest theorethisch noch immer verbindlich darüber unterweisen, was nach evangelisch-lutherischem Verständnis Christsein heißt: "Allen Vorzügen, die die Wahl von Luther´s Katechismus hat, steht nun allerdings ein Tatbestand gegenüber, der sie auf den ersten Blick allesamt aufzuwiegen scheint. Beide Katechismen sind durchgängig von dem bestimmt, was man unpolemisch eine totale Israelvergessenheit nennen könnte. Das Gottesvolk, dem nach dem Zeugnis des Neuen Testaments ungeachtet seines Nein zum Evangelium bleibend die Zuwendung Gottes gehört (Röm 9-11), spielt im KLKat überhaupt keine Rolle; im GrKat erscheint es hin und wieder am Rande im Rahmen historischer Hinweise oder in Verbindung mit polemischen Sätzen. Und diesem Sachverhalt entspricht ein anderer, der nicht die Katechismen, sondern den Umgang mit ihnen und damit die lutherische Christenheit kennzeichnet. Auch wenn es angesichts ihrer ausufernden Fülle kaum möglich ist, alle Literatur über die Katechismen zur Kenntnis zu nehmen, so erweckt doch eine Kette von Stichproben den Eindruck: Nicht nur sind die Katechismen selber israelvergessen - es scheint, dass Israel auch von denen, die die Katechismen lehren und erklären, nicht vermisst wird." "Gewiss, die Feststellung der Vergessenheit ist durchaus nicht zu revidieren. Trotzdem ergibt sich für den, der neu mit der Frage nach Israel auf Luther´s Katechismen zugeht und dabei zentrale Teile der religiösen Überlieferung vor Augen hat, eine Fülle überraschender sachlicher Verbindungen zwischen der Art und Weise, wie Luther und wie die Lehrer Israels vom Handeln Gottes reden und Schrift und Tradition auslegen."

 

Die entjudete Lutherbibel

Die Lutherbibel in ihrer heutigen rezensierten Ausgabe geht von einem - nicht auf Luther zurück gehenden Text - seiner eigenen Übersetzung aus, deren Originaltextgestalt in wichtigen Passagen zu Lasten des Judentums - christologisch verändert worden ist. Wichtige Judaismen Martin Luther`s aus den Römerbriefscholien (1515/1516) sowie der Lehrschrift `Von den Concilien und Kirchen' (1539) – werden durch Nachweise belegt. Martin Luthers autorisierte reformatorische Bekenntnisschriften sind durch Luther´s Selbstzeugnis in der Ausgabe der Theologischen Fakultät Wittenbergs, Wittb. Band I - Luther Deutsch, und Band I - Luther Latein, als Lehraussagen Luther´s legitimiert bis zu seinem Ableben 1546 legitimiert.. Durch Behauptungen in Lehrschriften, die im Grunde erneut a n t i j ü d i s c h sind und die E x i s t e n z I s r a e l s g e f ä h r d e n - veranlasst, habe ich an Beispielen versucht, dies darstellend zum Ausdruck zu bringen. Ich habe über Jahre Textsynopsen des A.T. und N.T. angefertigt, um auf heutige " A n t i j u d a i s m e n   i n   C h r i s t l i c h e n   B i b e l n "  aufmerksam zu machen.

 

6.2: D i e V e r h e i ss u n g G o t t e s f ü r J u d e n u n d C h r i s t e n

"6.2: Nach Röm. 11,26 bleibt ganz Israel unter der Verheißung endgültiger Rettung, obwohl es in seiner Mehrzahl zu Jesus als dem Christus sein Nein sprach und weiter spricht.  Deshalb hat die Kirche den Streit mit Israel um der Wahrheit des Glaubens zu führen. Gleichwohl gilt: Israel ist nach Röm.9,4 die Kindschaft, die Herrlichkeit der Bund, das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gegeben." Seite 304 " Wissen wir wirklich, dass es uns als "Kirche der begnadeten Sünder" prinzipiell verwehrt ist, uns zu Richtern über Israels Unglauben aufzuspielen ? Wir sind zum demütigen Eingeständnis unserer eigenen Untreue und unserer eigenen Schuld gerufen. Denn im Blick auf das Verhältnis von Christen und Juden ist die Geschichte der Kirche eine fast durchgängige Verleumdung der nicht gekündigten Erwählung Israels."

 

6.3: D e r   S t a a t   I s r e l  -  F r a g e   a n  d i e   K i r c h e

"Wie halten wir es mit der vielschichtigen Frage nach Entstehung, Existenz und Politik des Staates Israel ?"  "Die Entstehung des Staates und die damit verbundene Wiedergeburt des alten Israel in weithin sichtbarer Volksgestalt ist ein historisches Ereignis, das sie beide - die Synagoge und die Kirche - wenn sie in Wahrheit unter Gottes Wort stehen, in seiner heilsgeschichtlichen Komponente ernst zu nehmen haben." 6)  "Wichtiger, als die Zurückweisung eines solchen problematischen Satzes ist die Frage: Hat nicht auch die Kirche seit den Tagen von Nizäa (325 n.Chr.) ihre historische Entwicklung von der rechtlosen oftmals verfolgten und anerkannten, dann privilegierten und schließlich alleinigen Staatskirche heilsgeschichtlich interpretiert ? Hat sie nicht diese Überhöhung historischer Ereignisse zu Zeichen göttlichen Offenbarens bis in unmittelbare Vergangenheit in vielen Formen fortgesetzt ?"

 

11, 1 T h e s e n z u m T h e m a :

Was bedeutet der Staat Israel für die Christenheit ? (Der Staat Israel und das I s r a e l Gottes, Von Günther Harder)

"Israel" bezeichnet das von Gott erwählte Volk. Auch der "rechte Israelit" von Joh.1,47 ist der Angehörige dieses Volkes, der Jesus als den Gottessohn bekennt. Dies Volk hat auch nach der Ablehnung Jesu als den Christus noch eine Zukunft. Röm.11,25.26."

·         "Ganz Israel" umfasst die "Erwählung" den "Rest" sowohl die den Teil Israels, der die Christusbotschaft ablehnt. (Frage) ob Gal. 6,16 "Israel Gottes" die Christenheit bedeutet, etwa im Gegensatz zu 1.Kor.10,18; Israel nach dem Fleisch."

·         5: "Wir haben die Frage 4) nur "in Christus" zu beantworten, da uns nur in ihm Gottes Wille und Plan erschlossen ist.

 

Berlin, Im November 2005                                    Eva Berndt